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Berlin (pressrelations) -
Tierschutzbeauftragter - Nationale Regelungen fuer ein Handels- und Einfuhrverbot von Robbenprodukten in Vorbereitung
Zum Beginn der Jagdsaison auf Robben in Kanada Ende Maerz erklaeren der europapolitische Sprecher Axel Schaefer und der Tierschutzbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion Wilhelm Priesmeier:
Robbenjaeger planen auch in diesem Jahr wieder hunderttausende Robben auf grausamste Art zu toeten. Wir appellieren insbesondere an die kanadische Regierung, das blutige Treiben auf dem Eis in letzter Minute zu stoppen.
Die SPD-Bundestagsfraktion bereitet gegenwaertig einen Gesetzesentwurf vor, der ein umfassendes Verbot der Einfuhr, der Be- und Verarbeitung sowie des Inverkehrbringens von Robbenerzeugnissen in Deutschland beinhaltet.
Wir koennen nicht darauf warten, dass irgendwann eine Entscheidung fuer ein europaweites Einfuhrverbot von Robbenprodukten auf EU-Ebene faellt.
Mit dieser Entscheidung auf nationaler Ebene wollen wir auch ein klares und eindeutiges Signal an die anderen EU-Mitgliedstaaten senden: Wir nehmen das sinnlose Schachten nicht mehr hin.
Von einem Verbot waeren insbesondere die Exportlaender Kanada, Groenland und Namibia betroffen. Diese sind gemeinsam fuer etwa zwei Drittel aller Robbentoetungen verantwortlich.
Die in Kanada praktizierten Jagdmethoden sind aus ethischen Gruenden grundsaetzlich abzulehnen. Ein Land wie Deutschland, in dem der Tierschutz Verfassungsrang hat, kann dieses Vorgehen nicht widerspruchslos hinnehmen.
Bisher konnte sich die Bundesregierung auf internationaler Ebene nicht mit ihrem Vorschlag fuer ein umfassendes Importverbot von Robbenprodukten durchsetzen. Ein nationales Einfuhr- und Handelsverbot fuer Robbenprodukte stellt aber eine Moeglichkeit dar, den Druck auf die Exportlaender zu erhoehen, damit diese das Robbentoeten beenden.
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