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Berlin (pressrelations) -
Bundesregierung muss ein Einfuhr- und Handelsverbot für Robbenprodukte schaffen
Anlaesslich der Vorstellung des Tierschutzberichts im Bundestag erklaert die Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion Mechthild Rawert:
Die Bundesregierung muss ein Einfuhrverbot fuer Robbenprodukte schaffen. Wir duerfen es nicht weiter hinnehmen und durch unsere Importregelungen auch noch unterstuetzen, dass weltweit Hunderttausende Robbenjungen auf grausamste Weise getoetet werden.
Ein entsprechender Gesetzentwurf ist in dieser Woche vom Bundesminister fuer Ernaehrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vorgelegt worden, nachdem der Bundestag der Bundesregierung bereits 2006 einen klaren Auftrag erteilt hatte. Der jetzt vorliegende Gesetzentwurf ist von der Bundesregierung allerdings lediglich zur Kenntnis genommen worden, das heisst er wird zunaechst nicht weiter behandelt. Nach dem Willen des Bundestags sollte sich die Regierung aktiv dafuer einzusetzen, dass es ein europaweites Einfuhr- und Handelsverbot fuer Robbenprodukte gibt. Zweitens sollte es zu einem nationalen Einfuhr- und Handelsverbot fuer Robbenprodukte kommen, wenn der Weg ueber Europa erfolglos blieb.
Wir Parlamentarierinnen und Parlamentarier wollen, dass das Einfuhr- und Handelsverbot fuer Robbenprodukte kommt. Die Bundesregierung darf sich nicht zuruecklehnen und zuschauen, wie andere Staaten die Robben schuetzen. Dass dies auch im Rahmen von internationalen Handelsabkommen moeglich ist, haben Laender wie Belgien und die Niederlande bereits vorgemacht.
Im Jahr 2007 wurden allein in Kanada 270.000 Sattelrobben getoetet, um deren Felle zu verarbeiten und zu verkaufen. Seit langem schon fordern Tierschuetzer ein Einfuhrverbot fuer Robbenprodukte. Aus Sicht des Tierschutzes sind die angewandten Toetungsmethoden aeusserst bedenklich: Oft werden die Tiere nur mangelhaft betaeubt und sind bei der Haeutung bei Bewusstsein.
Sieht man von der traditionellen und deswegen ausdruecklich erlaubten Robbenjagd der Inuit ab, besteht fuer die Robbenjagd keine zwingende Notwendigkeit. Vor allem wird dadurch langfristig der Erhalt der Population gefaehrdet.
2008 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de