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Sie befinden sich hier: - Europarc Dreilinden (pressrelations) - Aktuelle Umfrage zu Babysittern: Deutschkenntnisse und Flexibilität sind gefragt
Deutsche sind bei Kinderbetreuung anspruchsloser als Engländer
Britische Eltern setzen auf zweisprachige Betreuung Über die Hälfte der Deutschen wäre bereit, 20 Prozent mehr Gehalt zu bezahlen Berlin/Dreilinden, 27. Juni 2007 - Deutschland diskutiert über die „Herdprämie“, neue Gutscheinmodelle und die Zukunft der Kinderbetreuung. Doch bei der Frage um Krippenplätze und die entsprechende Finanzierung wird ein wesentlicher Aspekt häufig vernachlässigt: Wie sieht es eigentlich mit der privaten Betreuungssituation neben den Kindertagesstätten und Kindergärten aus? Eine Umfrage der beiden meistbesuchten Online-Kleinanzeigen-Portale in Deutschland (www.kijiji.de) und Großbritannien (www.gumtree.com) unter rund 2000 Personen bringt jetzt interessante Ergebnisse zum Vorschein. Die Deutschen stellen bei Kinderbetreuung und Babysitting keine hohen Ansprüche: Vor allem Erfahrung (74 Prozent der Befragten) und zeitliche Flexibilität (70 Prozent) sowie gute Deutschkenntnisse (64 Prozent) werden erwartet.
Britische Eltern haben andere Prioritäten. Hier setzen rund 65 Prozent der Eltern bei einem Kindermädchen zumindest die Kenntnis von zwei Sprachen voraus, neben Englisch stehen vor allem Spanisch, Französisch und Deutsch hoch im Kurs. In Deutschland ist Zweisprachigkeit hingegen nur für acht Prozent der Befragten von Bedeutung. Aktuelle Entwicklungen in den USA untermauern diesen Trend, der in den angelsächsischen Ländern zuerst Einzug hält: In New York werden derzeit zunehmend Kindermädchen gesucht, die neben perfekten Englischkenntnissen die Muttersprache Mandarin vorweisen können. „Deutschland ist diesbezüglich eindeutig ein Entwicklungsland“, so Heiner Kroke, Geschäftsführer von Kijiji im deutschsprachigen Raum. „Jüngste Untersuchungen zeigen, dass die Länge der KiTa-Jahre auch etwas über die späteren Bildungschancen aussagt – nicht weniger entscheidend dürfte im internationalen Vergleich eine frühzeitige zweisprachige Erziehung sein.“
Kreative Fähigkeiten und Erste Hilfe-Kenntnisse wichtig
Große Unterschiede gibt es auch bei der Bewertung weiterer Zusatzqualifikationen. Über die Hälfte der Engländer, nämlich 56 Prozent, erwarten einen absolvierten Kinderpflegekurs, auch “Babysitter-Diplom“ genannt. In Deutschland ist das nicht einmal bei einem Drittel (29 Prozent) der Fall. Die öffentliche Diskussion um die Kinderernährung hat darüber hinaus bei der Elterngeneration das Bewusstsein für nahrhaftes und ausgewogenes Essen geschärft: Für 35 Prozent der Engländer muss das Kindermädchen gut kochen können – in Deutschland sind es gerade mal 18 Prozent. Weitgehende Übereinkunft herrscht allerdings bei kreativen Fähigkeiten wie Malen, Singen, Musizieren sowie den Erste Hilfe-Kenntnissen. Dies wird von beiden Ländern ungefähr gleich bedeutend eingestuft: Kreative Fähigkeiten finden 68 Prozent der Engländer und 63 Prozent der Deutschen wichtig, bei Erste Hilfe-Kenntnissen ist es umgekehrt. Auf diese legt eine Mehrheit von 66 Prozent der sicherheitsfixierten Deutschen großen Wert – im Vergleich zu 62 Prozent der befragten Briten.
Weitere Erkenntnisse der Kijiji-Umfrage
Gründe für das Engagement einer Kinderbetreuung:
57 Prozent der Befragten sind durch Berufstätigkeit auf einen Babysitter angewiesen.
39 Prozent wollen sich durch die Kinderbetreuung eine persönliche Auszeit gönnen.
36 Prozent nutzen die gewonnene Zeit für ihre Partnerschaft.
35 Prozent glauben, dass die Kinder von der Fremdbetreuung etwas lernen können.
Monatliche Ausgaben für Kinderbetreuung:
22 Prozent der Befragten geben monatlich 50 bis 100 Euro für Kinderbetreuung aus, 15 Prozent sogar 100 bis 200 Euro.
23 Prozent investieren für Kinderbetreuung bis zu 1000 Euro monatlich.
Bei Zusatzqualifikationen bis zu 20 Prozent mehr Gehalt:
31 Prozent der Befragten würden für Kinderbetreuung gekoppelt mit Haushaltsmithilfe noch tiefer in die Tasche greifen, für 26 Prozent ist noch mehr zeitliche Flexibilität entscheidend.
39 Prozent der Befragten wären bereit, dem Babysitter bis zu 10 Prozent mehr Gehalt zu bezahlen, 22 Prozent sogar bis zu 20 Prozent mehr.
Derzeit sind bei Kijiji über 4.000 aktuelle Anzeigen in der Kategorie Babysitting/Kinderbetreuung geschaltet, das entspricht einem Zuwachs in Höhe von rund 200% im Vergleich zum Vorjahr.
Über Kijiji und Gumtree: Kijiji, gesprochen Ki-dschi-dschi, ist Suaheli und heißt übersetzt „Dorf“. Das im März 2005 von eBay gegründete kostenlose Online-Kleinanzeigenportal setzt auf regionale Nähe und die damit verbundene Möglichkeit zur persönlichen Kontaktaufnahme. Kijiji ist laut Nielsen Netratings mit rund 2 Millionen Besuchern pro Monat der reichweitenstärkste Online-Kleinanzeigenmarkt in Deutschland und gehört zu den Top-100-Internetseiten. Derzeit stehen den Nutzern über eine halbe Million aktive Anzeigen in mehr als 1000 Städten zur Verfügung. Ergänzt wird die lokale Handels- und Kontaktbörse durch zahlreiche Diskussionsforen. Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Kijiji auch in China, Frankreich, Italien, Japan, Kanada und Taiwan vertreten. Gumtree wurde im März 2000 als Kleinanzeigenportal gegründet und gehört mittlerweile ebenfalls zur eBay-Familie. Monatlich greifen rund 3 Millionen Nutzer auf die Seite zu, 150 Millionen Page Impressions werden im gleichen Zeitraum verzeichnet. Die Marke ist in über 60 Städten in insgesamt 6 Ländern (UK, Irland, Polen, Australien, Neuseeland und Südafrika) präsent. |

