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Leverkusen (pressrelations) -
Bayer stärkt Ertragspotenzial seines Betaseron®-Geschäfts durch Vertrag mit Novartis
Bayer Schering Pharma übernimmt biotechnologische Produktionsstätte in USA von Novartis
Bayer ab Oktober 2008 frei von Lizenzgebühren für Betaseron® / Novartis erhält Lizenzrechte für den Aufbau einer eigenen Marke auf Basis von Interferon beta-1b ab 2009
Montag - 26. März 2007
Berlin - Die Bayer Schering Pharma AG hat von Novartis eine Produktionsstätte für biotechnologische Präparate in Emeryville, Kalifornien, erworben. Dort wird derzeit das Bayer-Schering-Pharma-Produkt Betaseron® zur Behandlung von Multipler Sklerose für Patienten in den USA hergestellt. Bayer Schering Pharma wird die Produktion von Betaseron® in Emeryville fortführen und übernimmt hierfür die gesamte Herstellungs- und Verfahrenstechnologie sowie am Standort Emeryville beschäftigte Mitarbeiter.
Für die Überlassung der Produktionsstätte inklusive der sogenannten Biologics License Application (BLA) - einer Genehmigung zur Herstellung biotechnologischer Produkte - sowie Betriebsmittel und bestimmter Gebäude zahlt Bayer Schering Pharma einen einmaligen Betrag von rund 110 Millionen US-Dollar. Novartis wird Bayer Schering Pharma bei der Übernahme der Anlage in Emeryville sowie bei der BLA-Qualifizierung eines weiteren Herstellers für das Produkt unterstützen, so dass die Versorgung der Patienten sichergestellt ist. Zusätzlich erhält Bayer Schering Pharma von Novartis die Lizenzrechte unter sämtlichen Patenten und Know-how im Zusammenhang mit der Herstellung von Betaseron®, ohne hierfür Gebühren zahlen zu müssen.
Lediglich bis zum Ende der ursprünglichen Vereinbarung mit Novartis, die im Oktober 2008 ausläuft, wird Bayer Schering Pharma noch Lizenzgebühren basierend auf dem Umsatz von in Emeryville hergestelltem Betaseron® zahlen. Danach entfallen diese Gebühren.
Bayer Schering Pharma wird Novartis bei der Zulassungsbeantragung eines Zweitmarken-Interferons unterstützen. Nach erfolgter Zulassung wird Bayer Schering Pharma dieses Produkt für Novartis ab 2009 herstellen und hierfür Lizenzgebühren im zweistelligen Prozentbereich erhalten.
'Produktions-Know-how ist in diesem Markt von entscheidender Bedeutung, und wir freuen uns sehr, die Mitarbeiter am Standort Emeryville im Bayer-Schering-Pharma-Team begrüßen zu können', sagte Arthur Higgins, Vorstandsvorsitzender der Bayer Schering Pharma AG. 'Diese Transaktion wird sowohl die Profitabilität unseres Betaseron®-Geschäfts als auch das Wachstum des weltweiten Interferonmarkts durch die Einführung einer eigenständigen Marke verstärken.'
Bayer Schering Pharma hat bei der Behandlung der Multiplen Sklerose Pionierarbeit geleistet und sich das Ziel gesetzt, die Möglichkeiten der MS-Behandlung sowohl durch Life-Cycle-Management sowie die Entwicklung neuer Behandlungsansätze noch zu erweitern. Betaseron® ist das einzige hoch dosierte und häufig applizierte Beta-Interferon, das zur Behandlung von Patienten im frühesten Stadium einer Multiplen Sklerose zugelassen ist.
Bayer Schering Pharma hatte im Jahr 2006 im Rahmen der Übernahme der Chiron Corporation durch Novartis von seinem Optionsrecht Gebrauch gemacht, sämtliche im Zusammenhang mit der Herstellung von Betaseron® am Standort Emeryville stehenden Betriebsmittel zu übernehmen. Die Details dieser Übernahme wurden seitdem zwischen den Unternehmen verhandelt.
Die Vereinbarung zwischen Bayer Schering Pharma und Novartis steht unter Vorbehalt bestimmter aufsichtsrechtlicher Genehmigungen und beendet sämtliche zwischen den Unternehmen bestehenden Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Betaseron®.
Weitere finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben.
Über Betaseron® / Betaferon®
Betaseron®, das außerhalb der USA und Kanada unter dem Handelsnamen Betaferon® vermarktet wird, war das erste MS-Medikament mit therapeutischem Einfluss auf den zugrunde liegenden Verlauf der Krankheit. Das Arzneimittel ist zur Behandlung der schubförmig verlaufenden Formen der Multiplen Sklerose zugelassen, um die Häufigkeit klinischer Schübe zu vermindern.
Inzwischen hat es sich weltweit als wirksame MS-Behandlung etabliert.
Betaferon® ist das MS-Medikament, mit dem weltweit die meisten Erfahrungen vorliegen. In den USA, Europa und Japan ist Betaferon® für alle Formen der schubförmigen MS zugelassen. Es kann die Anzahl der MS-Schübe um ein Drittel vermindern, die Häufigkeit mittelschwerer bis schwerer Schübe sogar um 50%. Eine über 16 Jahre erfolgte Nachbeobachtung von Patienten, die mit Betaferon® behandelt wurden, hat die Sicherheit und gute Verträglichkeit des Medikaments bestätigt.
Bayer HealthCare
Bayer HealthCare ist eine Tochtergesellschaft der Bayer AG und gehört zu den weltweit führenden innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Produkten. Das Unternehmen bündelt die Aktivitäten der Divisionen Animal Health, Consumer Care, Diabetes Care sowie Pharma. Die Aktivitäten des Pharmageschäfts firmieren unter dem Namen Bayer Schering Pharma AG. Ziel von Bayer HealthCare ist es, Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu verbessern.
Bayer Schering Pharma
Die Bayer Schering Pharma ist ein weltweit führendes Spezialpharma-Unternehmen, dessen Forschung und Geschäftsaktivitäten sich auf folgende Bereiche konzentrieren: Diagnostische Bildgebung, Hämatologie/Kardiologie, Onkologie, Primary Care, Spezial-Therapeutika sowie Women’s Healthcare. Bayer Schering Pharma setzt auf Innovationen und will mit neuartigen Produkten in speziellen Märkten weltweit führend sein.
So leistet Bayer Schering Pharma einen Beitrag zum medizinischen Fortschritt und will die Lebensqualität der Menschen verbessern.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
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