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Weltweiter Agrarhandel boomt

DBV: Durch Wirtschaftswachstum und Handelsliberalisierung steigt Agrarhandel

24.08.2006. Der weltweite globale Agrarhandel boomt. Seit 1990 hat sich der internationale Agrarhandel beinahe verdoppelt und erreicht ein Volumen von 800 Milliarden US-Dollar, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte. Dies entspricht etwa 9 Prozent des gesamten weltweiten Handels. Alleine in den vergangenen fünf Jahren ist der Agrarhandel nach Angaben der WTO um rund 40 Prozent gestiegen. Die weltweite landwirtschaftliche Produktion nahm dagegen nur um 10 Prozent zu. Weltweit kräftiges Wirtschaftswachstum in den letzten Jahren, die zunehmende Handelsliberalisierung und die Marktpreise von nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbarer Energie haben den weltweiten Agrarhandel beflügelt. Der ungebrochene Anstieg der Preise für fossile Rohstoffe und Energie wird weiter erheblichen Einfluss auf den Agrarhandel und die Anbaustrukturen im Ackerbau haben, prognostiziert der DBV.

In der Vergangenheit wurde der internationale Agrarhandel und damit die Nachfrage nach Agrarprodukten vor allem durch das Wachstum der Weltbevölkerung angetrieben. Steigende Einkommen in bevölkerungsreichen Ländern des asiatischen Raumes bestimmen dagegen heute immer stärker das Wachstum und die Struktur des Agrarhandels. Insbesondere in den Entwicklungs- und Schwellenländern hat der jüngste Aufschwung der Weltwirtschaft nach einem Bericht der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) einen deutlichen Nachfrageschub bewirkt. Mit wachsendem Wohlstand werden mehr Fleisch, Weizen, Mais sowie höher veredelte Nahrungsmittel wie Wurst und Milchprodukte nachgefragt und importiert.

Im Welthandel mit Agrarprodukten führt die USA mit fast 80 Milliarden US-Dollar, dicht gefolgt von der EU mit fast 79 Milliarden US-Dollar Export, Kanada auf dem dritten Platz exportierte für 40 Milliarden US-Dollar. Danach folgen Brasilien (31 Mrd. $), China (24 Mrd. $), Australien (22 Mrd. $) und Argentinien (17 Mrd. $).

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