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Unisys-Verbraucherstudie: Biometrie erhält überwältigenden Zuspruch für Identitätsnachweis

Weltweit befürworten über zwei Drittel der Verbraucher elektronische Biometrie-Lösungen, um Betrug und Identitätsdiebstahl zu bekämpfen

Sulzbach, 27. April 2006 – Fast 70 Prozent der Verbraucher sprechen sich weltweit für Biometrie-Technologien zur Personenidentifizierung aus, falls diese von vertrauenswürdigen Organisationen wie Banken, Behörden, Regierungen oder Gesundheitsorganisationen betreut werden. Dies ergab eine aktuelle Verbraucherstudie, die die Unisys Corporation – weltweiter Anbieter von IT-Dienstleistungen und -Lösungen – jetzt veröffentlicht hat.

Es ist die erste weltweite Studie dieser Art, die sich mit den Vorlieben der Verbraucher zum Thema Sicherheit beschäftigt hat. Insgesamt 66 Prozent der Befragten, so die Studie, favorisieren Biometrie-Lösungen wie die digitale Erkennung des Fingerabdrucks oder der Sprache gegenüber anderen Methoden wie der Smartcard oder dem Sicherheitstoken (Chiplösungen, die einen einmal gültigen Code generieren), um Betrug und Identitätsdiebstahl zu bekämpfen. Damit zeigt die Studie einen leichten Anstieg zu den Ergebnissen einer anderen Studie, die Unisys im September 2005 durchgeführt hat. Damals favorisierten 61 Prozent der Befragten die Biometrie als ideale Methode, um sich gegen Betrug und Identitätsdiebstahl zu schützen.

Die Studie wurde im Auftrag von Unisys vom unabhängigen Ponemon Institute (Michigan) erstellt, das sich auf die Themen Datenschutz und Sicherheit spezialisiert hat. Weitere zentrale Ergebnisse zum Thema Biometrie sind:

82 Prozent der Befragten nannten die Bedienerfreundlichkeit als wichtigsten Grund für die Biometrie, weil man sich kein separates Passwort oder andere Login-Daten merken muss. Über drei Viertel der Verbraucher gaben an, dass für sie die Geschwindigkeit der Personenidentifizierung der Hauptgrund für den Einsatz von Biometrie ist.

Verbraucher aus Nordamerika befürworten am häufigsten den Einsatz von Biometrie (71 Prozent), gefolgt von Europa (69 Prozent) und Asien-Pazifik (68 Prozent). Am wenigsten Befürworter der Biometrie gibt es in Lateinamerika (58 Prozent).

Die Spracherkennung ist die beliebteste Methode für die Personenidentifizierung (32 Prozent), gefolgt von der Erkennung über Fingerabdruck (27 Prozent), Gesichtskontur (20 Prozent), Handgeometrie (12 Prozent) und Augeniris (10 Prozent). Wahrscheinlich spiegelt dieses Ergebnis die Tatsache wider, dass die Befragten die biometrische Erkennung der Stimme und des Fingerabdrucks am besten kennen.

Die Gesichtserkennung wird von Nordamerikanern am wenigsten gewünscht (10 Prozent). In Europa sind es 27 Prozent, in Asien-Pazifik 23 Prozent und in Lateinamerika 20 Prozent.

Von jenen Befragten, die biometrische Lösungen zur Personenidentifizierung ablehnen, gaben fast drei Viertel (74 Prozent) an, dass sie Misstrauen gegenüber dieser Technologie hegen. Als zweithäufigsten Grund gegen Biometrie nannten 62 Prozent der Befragten, dass sie nicht-biometrische Methoden wie Smartcards oder Sicherheitstoken bevorzugen.

Die Unisys-Studie ist Teil einer größeren Analyse zur Personenidentifizierung, die Unisys auf dem 15. World Congress of Information Technology (WCIT 2006) veröffentlichen wird. Dort präsentiert Unisys den WCIT-Delegierten auch Vorschläge zu Richtlinien und zur Standardisierung von Verfahren und Anwendungen für die weltweite Personenidentifizierung. Auf dem WCIT 2006 werden aus rund 80 Ländern über 2000 Experten und Entscheidern aus Wirtschaft, Regierungen und Wissenschaft erwartet. Der Kongress hat zum Ziel, Themen wie Sicherheit und Datenschutz sowie elektronischer Zugang und digitales Gesundheitswesen näher zu beleuchten. Zudem werden Vorschläge erarbeitet, die als tragfähige Richtlinien an die globale IT-Gemeinde gerichtet werden können. Der Kongress findet vom 1. bis 5. Mai 2006 in Austin (Texas) statt.

Über die Studie und das Ponemon Institute

Die Unisys-Studie basiert größtenteils auf einer Online-Befragung von zufällig ausgewählten Verbrauchern aus 14 Ländern: Australien, Argentinien, Brasilien, Dänemark, Kanada, Frankreich, Deutschland, Japan, Korea, Mexiko, Taiwan, Thailand, Großbritannien und den USA. Das Ponemon Institute sendete weltweit die Teilnahmebögen per Post oder per E-Mail an insgesamt 16.683 volljährige Personen. Insgesamt erhielt das Institut 1.661 verwertbare Teilnahmebögen zurück, was einer Antwortrate von 9,96 Prozent entspricht. Insgesamt 464 Antworten kamen aus Nordamerika, 427 aus Europa, 450 aus Asien-Pazifik und 320 aus Lateinamerika. Zusätzlich führte das Ponemon Institute 262 direkte Interviews (persönlich oder per Telefon) in vier Ländern durch, um die Online-Ergebnisse zu bestätigen.

Das Ponemon Institute ist ein Think-Tank, der Unternehmen, Regierungen und Behörden mit Wissen zu zukünftigen Aufgaben unterstützt. Um dieses Ziel zu erreichen, führt das Ponemon Institute Studien zur Datenschutz- und Informationssicherheit durch, schult Entscheider des privaten und öffentlichen Sektors und untersucht Methoden für Datenschutz und Datensicherheit. Der Hauptsitz des Instituts befindet sich in Michigan. Weitere Informationen unter www.ponemon.org.

Über Unisys

Unisys ist ein weltweiter Anbieter von IT-Dienstleistungen und -Lösungen. Unisys-Mitarbeiter nutzen Expertise in den Bereichen Consulting, Systemintegration, Outsourcing, Infrastruktur und Server-Technologie, um Kunden Secure Business Operations zu ermöglichen. Wir verhelfen Kunden zu mehr Transparenz in ihrer Organisation und sichern so besser ihre Geschäftsabläufe und Zukunftschancen. Dank der Unisys-Methodologie 3D Visible Enterprise können unsere Kunden die Auswirkungen ihrer Entscheidungen erkennen, bevor sie Investitionen tätigen, Chancen ergreifen und Risiken eingehen.
Die Unisys-Zentrale befindet sich in Blue Bell, Pennsylvania, in der Nähe von Philadelphia. Die deutsche Hauptverwaltung ist in Sulzbach/Taunus (Frankfurt). Der Umsatz im Jahr 2005 betrug 5,76 Milliarden US-Dollar. Unisys beschäftigt weltweit 36.000 Mitarbeiter.

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