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Umweltschulen in Europa – Ausstellung im Ministerium

Vom 6. bis 28. April wird im Foyer des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt eine Ausstellung zu den Projekten 'Umweltschulen in Europa' zu sehen sein. Staatssekretär Prof. Dr. Christian C. Juckenack lud vier Thüringer Schulen ein, die seit zehn Jahren fast ununterbrochen am Wettbewerb 'Umweltschulen in Europa' teilgenommen haben, ihre Projekte vorzustellen. Die Schulen sind das Thüringische Rhöngymnasium Kaltensundheim, die Goetheschule Eisenach (Staatliche Regelschule), die Staatliche Regelschule Gerhart-Hauptmann Rossleben und die Staatliche Regelschule St. Gangloff.

Anhand von Fotos, Videos, Collagen, Plakaten und Modellen wird gezeigt, wie wichtige Umweltfragen und Aspekte der nachhaltigen Entwicklung in den Schulen thematisiert und umgesetzt werden. So sind in vielen Schulen Fassaden begrünt, Regenwasser aufgefangen oder Energie eingespart worden. Einige Schulen beschäftigen sich intensiv mit erneuerbaren Energien, so wurden z. B. Solarzellen auf das Dach montiert. Andere Teilnehmer sind 'Wasserdetektive' geworden und haben die Qualität heimischer Gewässer untersucht. Neben den klassischen Themen des Umweltschutzes im eigenen Umfeld beschäftigen sich die Schüler aber auch mit weltweit wichtigen Fragen, die zu einer nachhaltigen Entwicklung gehören: insbesondere die globalen Klimaveränderungen, der Schutz des Regenwaldes, die sozialen Konflikte in der Einen-Welt.

Ursprünglich stammt das 1994 gegründete Projekt von der FEE (Foundation for environmental education - Gesellschaft für Umwelterziehung). Hauptinitiatoren innerhalb der Gesellschaft waren Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, Spanien und weitere skandinavische sowie südeuropäische Länder. Inzwischen beteiligen sich am Wettbewerb weltweit ca. 14.000 Schulen aus fast 40 Ländern, z. B. aus Russland, Südafrika und Kanada. Selbst China hat jetzt Kontakt mit der FEE aufgenommen und prüft die Übertragung auf chinesische Schulen.

In der Bundesrepublik ist die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) seit 1994 Träger des Projektes. Im Freistaat Thüringen wird der Wettbewerb von der DGU und zwei Thüringer Kooperationspartnern - Umweltakademie Nordthüringen e. V. sowie die Mittelmühle Kleinschmalkalden e. V. – seit 1995 umgesetzt. Jährlich nehmen ca. 80 Thüringer Schulen teil.

Das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt und das Thüringer Kultusministerium unterstützen das Projekt von Anfang an ideell und finanziell.

Staatssekretär Prof. Dr. Juckenack wird die Ausstellung am Donnerstag, den 6. April 2006, um 15 Uhr eröffnen. Zu diesem Umweltexkurs sind Interessierte, Lehrer und Schüler herzlich eingeladen.


Katrin Trommer-Huckauf
Thüringer Ministerium für Landwirtschaft,
Naturschutz und Umwelt
Pressesprecherin / Öffentlichkeitsarbeit
Beethovenstraße 3
99096 Erfurt
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