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Neue Therapie des fortgeschrittenen Nierenkarzinoms: Nexavar® in der Schweiz zugelassen Erste europäische Marktzulassung für innovative Krebstherapie Leverkusen, Donnerstag - 30. März 2006 - Die Schweizer Gesundheitsbehörde Swissmedic hat das gemeinsam von Bayer HealthCare und Onyx Pharmaceuticals, Inc. entwickelte Medikament Nexavar® (Sorafenib) für die Therapie des fortgeschrittenen Nierenkarzinoms zugelassen. Nexavar®, das seit Dezember 2005 in den USA auf dem Markt ist, hat gezeigt, dass es bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkarzinom die progressionsfreie Überlebenszeit etwa verdoppelt. Die Vermarktung des Produkts erfolgt in den USA durch beide Partner, außerhalb der USA liegen die Vertriebsrechte allein bei Bayer. 'Die Schweizer Marktzulassung von Nexavar® ist wichtig, um dieses innovative Produkt auch in Europa bei Ärzten und Patienten zu etablieren', sagte Dr. Gunnar Riemann, Leiter der Bayer HealthCare-Division Pharma. Nexavar® kann in der Schweiz der Zulassung entsprechend ab sofort für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom nach Nephrektomie und palliativer oder adjuvanter Vortherapie mit Zytokinen eingesetzt werden (IL-2, IFN). Das heißt, Ärzte können nun das Medikament Patienten verordnen, deren Tumor durch eine Nierenentfernung bereits radikal beseitigt wurde (Nephrektomie) und die medikamentös unterstützend zur Operation mit Zytokinen behandelt wurden (adjuvant), jetzt aber leider einen Rückfall haben. Zytokine sind körpereigene Botenstoffe, die als Medikamente das Immunsystem hinsichtlich der immunologischen Abwehr von bösartigen Geschwulsten stimulieren. Die Zytokine Interleukin-2 (IL-2) und Interferon (IFN) werden zur Behandlung des Nierenzellkarzinoms angewandt. Nexavar® darf auch bei Patienten eingesetzt werden, die nach Entfernung der tumorbefallenen Niere eine Zytokintherapie in einem Krankheitsstadium erhielten, in dem der Nierentumor bereits Absiedlungen (Metastasen) gestreut hatte (palliative Therapie). Bayer HealthCare hat im September 2005 auch bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA (European Medicines Agency) einen Zulassungsantrag gestellt. Mit dem zentralisierten Verfahren kann ein Medikament in allen EU-Ländern die Zulassung erhalten. Wenn die Behörde den Antrag positiv bewertet, könnte Nexavar® in der zweiten Jahreshälfte 2006 auch in der EU auf den Markt kommen. Darüber hinaus sind Zulassungsanträge u.a in Australien, Brasilien, Kanada; Mexiko und der Türkei vollständig eingereicht worden. Über Nexavar® Bisher wurde das Medikament an über 8.000 Patienten mit mehr als 20 Krebsarten geprüft. Gegenwärtig werden Phase-III-Studien zur Therapie des fortgeschrittenen hepatozellulären Karzinoms (Leberkrebs) und des metastasierenden Melanoms (Hautkrebs) durchgeführt. Im Februar 2006 wurde eine Phase-III-Studie an Patienten mit nicht kleinzelligem Lungenkarzinom gestartet. Über Bayer HealthCare Das Unternehmen bündelt die Aktivitäten der Divisionen Animal Health, Consumer Care, Diabetes Care, Diagnostika sowie Pharma. Zum 1. Januar 2006 wurden die Divisionen Pharma und Biologische Produkte zusammengelegt. Die Divison Pharma besteht aus den Geschäftseinheiten Hämatologie/Kardiologie, Onkologie und Primary Care (Allgemeinarztgeschäft). Ziel von Bayer HealthCare ist es, Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu verbessern. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung von Krankheiten und leisten einen Beitrag zu einer besseren Lebensqualität. Zukunftsgerichtete Aussagen Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. BayNews Redaktion |

