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AG Ernaehrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Tierschutzbeauftragter - Robbenjagd stoppen 14. Maerz 2006 - Zum Beginn der Jagdsaison auf Robben in Kanada Ende Maerz erklaeren die agrarpolitische Sprecherin und der Tierschutzbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Waltraud Wolff und Wilhelm Priesmeier: Auch in diesem Jahr werden hunderttausende Robben einen grausamen Tod erleiden. Wir appellieren an die Kanadische Regierung, das blutige Treiben auf dem Eis in letzter Minute doch noch zu stoppen. Schon seit Jahren protestieren Tierschuetzer weltweit gegen die brutale Jagd an Kanadas Westkueste. Dem haelt Kanadas Regierung entgegen, dass die Robbenjagd unter anderem zur Folge habe, dass sich die dortigen Kabeljaubestaende erholen koennten. Diese Argumentation ist fadenscheinig. Fuer den Rueckgang der Fischpopulation sind in unseren Augen nicht die Meeressaeuger, sondern die Menschen durch eine jahrelange Ueberfischung verantwortlich. Die in Kanada ueblichen Jagdmethoden sind aus ethischen Gruenden grundsaetzlich abzulehnen. Die Tiere werden mit Knueppeln und Haken brutal erschlagen und erleiden einen blutigen und qualvollen Tod. Haeufig kommt es vor, dass die Tiere nicht getoetet sondern nur schwer verletzt werden und ihnen das Fell bei lebendigem Leib abgezogen wird. Auch die Jagd mit Schusswaffen ist keine Alternative: Robben fliehen bei Gefahr instinktiv ins Wasser, drei von vier angeschossenen Robben werden nicht gefunden und ertrinken jaemmerlich. Das darf ein Land wie Deutschland, in dem der Tierschutz Verfassungsrang hat, nicht widerspruchslos hinnehmen. Daher fordern wir die Bundesregierung auf, sich auf internationaler Ebene fuer ein Importverbot von Robbenprodukten einzusetzen. Auch ein nationales Einfuhr- und Handelsverbot ist unserer Auffassung nach unbedingt in Betracht zu ziehen. 2006 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de |

